Mittwoch, 11. Dezember 2013

Jede Träne hat ihre Bedeutung....

... Es gibt Dinge, die erscheinen einem so weit weg, so weit entfernt.. Das "meine Gesichte" in so unmittelbarer Nähe war, hätte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht.

Rückblick

Ich heiße Marie Sophie, bin 21 Jahre alt und schiebe eine dicke Kugel und etliche Kilos zu viel durch die Gegend. Kurzum, ich erwarte einen wundervollen kleinen Jungen! Ich bin in der 25. Schwangerschaftswoche und gerade in meine neue Wohnung gezogen. Ich bin alleinerziehend, habe eine turbulente Zeit hinter mir, Trennung, Umzug, wie werde ich das Klavier los, wie sag ich's meinen Eltern etc. Aber für alles gibt es eine Lösung, ich habe eine wunderbare Familie, die mich In allen Lebenslagen unterstützt, und somit bin ich in ein kleines Dorf, in der nähe von Hamburg, in die nähe meiner Eltern in eine schöne 3-Zimmer Wohnung gezogen.

Mitte/Ende Mai hatte ich den nächsten Nachsorgetermin, außerdem sollte der große Zuckertest gemacht werden, alles Routine. Da ich eine minimale Abweichung zu dem Normwert hatte, wurde ich zu einer  Diabetologin überwiesen.
Schnell habe ich mich um einen Termin gekümmert, denn dem Zwerg soll es an nichts fehlen, ihm soll es gut gehen.
Ich erspare mir nun die großen Erklärungen, wie so ein Test abläuft, denn im Grunde geht es hier nur um die Blutentnahme. - meine Werte waren bestens.

ca. 4 Tage nach der Blutentnahme bildete sich in meiner linken Ellenbeuge ein kleiner blauer Bluterguss, wird wohl an der "rumstecherei" der etwas unfähigen Ärztin gelegen haben. Das diese mir evtl. das Leben und das meines Kindes gerettet hat, da hätte ich im Leben nicht dran gedacht! Zu dem Zeitpunkt überwog einfach nur die Wut, weshalb eine Ärztin kein Blut abnehmen konnte. Der Scheinbare Bluterguss wurde innerhalb weniger Tage größer, nun hatte ich eine etwa 2x1cm große Beule, er schmerzte nicht, aber störte etwas in den Bewegungen. Meine Frauenärztin ging von einem Abszess oder Fettgeschwür aus, welches mithilfe einer Creme innerhalb weniger Tage "platzen" sollte.

Ich kümmerte mich also erst mal um den kauf des Kinderzimmers, denn viel Zeit blieb mir nicht mehr, der Zwerg sollte bald in meinen Armen liegen, ich war so aufgeregt, mir ging alles nicht schnell genug. Ich hatte etwas Sorge das ich nicht fertig werden würde, es sollte alles perfekt sein, für meinen kleinen Engel -und das wurde es auch! Ein wunderschönes Kinderzimmer.

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann ich mich dazu entschloss meinen Hausarzt aufzusuchen, es müsste Anfang/Mitte April gewesen sein. Der scheinbare Bluterguss wurde zwar nicht größer, aber er schmerzte mittlerweile.
Ich wurde mit verdacht auf einen Abszess und den Worten "davon muss ein Ultraschall gemacht werden", zum Chirurgen überwiesen.

Mit der bitte, das es für mich sehr wichtig sei, da ich schwanger bin, bekam ich noch am selben Tag einen Termin bei Doktor J.
Mein Vater fuhr mich in die RK, einen Ort weiter und wartete auf mich im Wartezimmer.

Doktor J. war sehr nett und verständnisvoll, denn ich brach sofort in Tränen aus als er den Raum betrat, warum weiß ich nicht, schwanger halt!
Normalerweise hätte man den Arm röntgen müssen, da ich meinen Zwerg aber noch in meinem Bauch trug, ging dies natürlich nicht. bzw. das Risiko, dass das Baby dann doch ein paar Strahlen abbekommt zu groß sei.
- warum allerdings kein Ultraschall gemacht wurde verstehe ich bis heute nicht, denn dann hätte meine Geschichte wahrscheinlich einen ganz anderen Lauf genommen. Aber dazu später.

Unter lokaler Betäubung wurde der "Abszess" geöffnet (und somit auch Tür und Tor, wie meine Mutter zu sagen pflegt). Betäubung, ein schönes Wort, besonders wenn sie nicht oder nur halb wirkt. Nun ja, ich war tapfer und konnte stolz auf mich sein.
4 tagelang kam ich zum Verbandswechsel und zum säubern der Wunde, alles sah gut aus und Doktor J. wünschte mir alles gute für die bevorstehende Geburt.

Nach einer Woche jedoch entzündete sich die Wunde, ich fuhr sofort wieder in die Rk, ohne Termin. Nach bitten und betteln durfte ich mich ins Wartezimmer setzen. "kann aber dauern". schön, ich habe Zeit!

Doktor J. rief mich recht schnell auf, schaute kurz auf die Wunde und speiste mich mit den Worten: "eine Schwellung und Rötung sei normal, gedulden sie sich!" ab und ich fuhr enttäuscht, missverstanden und sauer nach Haus.
Eine weitere Woche später, sah es gar nicht mehr so rosig aus, ich hatte schmerzen und bin somit wieder zu meinem Hausarzt, da ich etwas unsicher und Hilflos war, da Doktor J. die Woche zuvor so uneinsichtig war. Mein Hausarzt rief Doktor J. also an mit der bitte sich meinen Arm noch einmal anzuschauen - gesagt, getan.


Das kann nun endlos so weitergehen, doch ich möchte hier niemanden langweilen, jedoch beschönigen möchte ich auch nichts. ich war also noch einige Male bei Doktor J. um meine Wunde öffnen, säubern und neu verbinden zu lassen. Mir ging es in der Zeit sehr schlecht. Natürlich war ich aufgeregt und voller Vorfreude auf meinen kleinen Sonnenschein, doch die Geschichte mit meinem Arm belastete mich sehr, denn ich habe die letzten Wochen der Schwangerschaft dadurch so gut wie gar nicht genießen können, ich war sehr eingeschränkt, habe aber versucht das beste aus der Situation zu machen!

Die nächsten und letzten Ultraschalluntersuchungen bei meiner Frauenärztin waren aufregend und spannend, es hieß, der kleine Mann würde früher als erwartet kommen, man hätte sich wohl verrechnet. Ich war erleichtert dies zu hören, denn, so traurig das auch klingt aber ich konnte nicht mehr. Meine Blutwerte waren nicht sonderlich gut und ich war voller Wasser, konnte mich kaum bewegen. Meine Ärztin, die mich in der Arm Geschichte auch sehr unterstützt und mir Mut gemacht hat, überwies mich in das AKH in dem ich Entbinden wollte, dort hat meine Mutter mich zur Welt gebracht, ein schönes Gefühl.
Ich fühlte mich dort sofort gut aufgehoben, Doktor G. der Oberarzt der Gynäkologie, ein toller Mann, nahm meinen Wunsch, wenn sich der Zwerg nicht bald allein auf den Weg macht, einzuleiten, sehr ernst und besprach mit mir alle Einzelheiten, es würde dem ganzen nichts im Wege stehen, aber zwei Wochen wollten wir ihm noch Zeit geben, zum anderen sahen meine Entzündungswerte nicht gut aus, das sollte vor der Geburt abgeklärt werden.

Kaum saß ich mit meinem Vater im Auto, flossen die Tränen, unglaublich bald werde ich dieses kleine Wunder welches ich so lang unter meinem Herzen trug, in meinen Armen halten können, es lieben und beschützen und eine wundervolle Mutter sein können! Ich war überwältigt, die Gefühle fuhren Achterbahn.

Zwischen dem ganzen Desaster, bekam meine Freundin Anne ihren Sohn, ein Goldstück.
Ein Zufall, oder Schicksal, wir haben uns für einige Jahre aus den Augen verloren. Heute, ein paar Monate später kann ich sagen wie wichtig so kostbare Menschen sind, Engel, das man sie behüten und schützen muss. Freundschaft bedeutet nicht, das man sich täglich sehen muss, wir sehen uns selten, aber ich weiß das sie immer da ist und das ist es was zählt.
In unserer "Jugend", sind wir auf zig Partys gewesen, jeder kannte uns, wir wussten wo an welchem Wochenende etwas los war, wir kannten kein halten, waren das ein oder andere mal auch etwas leichtsinnig, aber hey wir sind jung und probieren aus! Eine tolle Zeit an die wir beide gern zurück denken und viel drüber lachen können. Mal ganz abgesehen davon, das wir unsere Eltern das eine oder andere mal in den Wahnsinn getrieben haben - heute können wir zwei jungen Muttis das wohl verstehen.

Durch einen Zufall habe ich in einem Internetportal gelesen das sie ein Kind erwartet, ich war erstaunt und hab sie direkt kontaktiert und somit sind wir uns wieder etwas näher gekommen, das ich zu dem Zeitpunkt schon fast schwanger war hätten wir wohl beide nicht gedacht! Aber wie der Zufall so will, habe ich einige Wochen später einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen gehalten! Ein Wunder! Wir verbrachten also die Schwangerschaft mit allen höhen und tiefen, heulend und lachend zusammen.
In Hamburg war Dom (Kirmes), wir kugelten also gemeinsam über das Heilige-Geist-Feld und stopften uns mit den schönsten Leckereien voll die wir finden konnten. Immer wieder mussten wir lachen, denn vor nicht allzu langer Zeit schlenderten wir etwas betrunken und mit Sektflaschen hinüber und gingen anschließend auf dem Kiez feiern. Wir werden nun erwachsen!
Wir sind beide in der Schwangerschaft umgezogen, beide ohne Mann, also volle Entscheidungsfreiheit was die Einrichtung betrifft. Nicht nur einmal sind wir shoppen gewesen. Erstaunlich, was so alles in einen Kleinwagen herein passt, nicht zu vergessen, plus zwei dicke Mamas.
wie oft waren wir im Kino, durch Anne habe ich die liebe zu der Twilight-saga gefunden, ein Film nach dem anderen haben wir geguckt. Wir sind davon ausgegangen, wenn die kleinen erst einmal auf der Welt sind sehen wir uns regelmäßig und die zwei können zusammen aufwachsen, spielen etc. Manchmal kommen Dinge eben anders, seit die Zwerge auf der Welt sind haben wir uns leider erst ein paar mal gesehen! Aber wie ich eben schon schrieb, wir wissen das wir da sind!



Mein Weg führte mich also wiedermal zu Doktor J.
Der Arm sah dies mal noch schlimmer aus als die Male davor, daher wohl auch die schlechten Entzündungswerte, diesmal sah auch er etwas erschrocken aus.
Er rief im AKH an um mit meinem Gynäkologen Doktor G. zu sprechen wie er nun am besten vorgehe, denn es wird ihm nun zu heikel, er weiß nicht mehr was es ist. Ich war natürlich am weinen, weil ich einfach nur endlich ruhe wollte!
Ich wurde von Doktor J ins AKH überwiesen, "die Chirurgen sollen sich das angucken, das muss raus".
Ich fuhr mit meinem Vater nachhause um meine Sachen zu packen und anschließend ins Krankenhaus.
Dort sind wir direkt in die völlig überfüllte Notaufnahme stolziert, diese befindet sich im Keller, wohl bemerkt. -Ich glaube einige von euch wissen, das diverse Dinge in unserem Gesundheitssystem gewaltig schief laufen, das Es Ärzte gibt, die meinen sie wären Gott und den Patienten als Gegenstand bezeichnen oder ihn so behandeln, das Menschliche wird hierbei völlig außer acht gelassen! "Die weißen Kittel" wie ein Mädchen, in etwa meinem alter und einer ähnlichen Situation schrieb, sie schlüpfen aus der Rolle des Arztes, in ihre privat Kleidung und gehen nach Haus, in ihre heile Welt. Ob sich ein Doktor J. oder Doktor G. oder wie sie alle heißen, noch den Kopf über mich zerbrechen wenn sie Feierabend haben? Das würd mich brennend interessieren, aber ich schweife ab. Es gibt eben Ärzte und Ärzte, sie sind auch nur Menschen! - Wir als Patienten aber auch!

Ich warte also in dem stickigem Keller-Wartezimmer der Notaufnahme und warte darauf das ich endlich aufgerufen werde, meine Laune war auf dem absolutem Tiefpunkt, denn Offensichtlich hat der ein oder andere Wartegast etwas Knoblauch gegessen und wohl vergessen das man sich täglich und nicht nur einmal die Woche wäscht. Kurzum, ich bin schwanger und mir war zum kotzen zumute.
Hätte mich die "nette" Schwester nicht aufgerufen hätte ich meinem schwangerenthemperament plus Hormonen wohl freien lauf gelassen. Tief durchatmen. Ich wurde in einen kleinen Nebengang gebeten, dort wurde Fieber und der Blutdruckgemessen, dann fragte sie mich weshalb ich denn dort sei. Da bin ich geplatzt, ich habe fürchterlich geweint, ich konnte meine Tränen einfach nich zurück halten, und sie gefragt warum in Gottes nahmen sie sich nicht einfach den Bericht durchlesen würde. Da hab ich wohl etwas über reagiert, denn ich denke das ist nicht ihre Aufgabe, ich brauchte trotzdem jemanden an dem ich meine Wut auslassen konnte. Mein Kreislauf versagte etwas, also wurde für mich ein Bett geräumt. Hinter einem Vorhang lag offensichtlich eine etwas verwirrte ältere Dame, eine Ärztin sprach mit ihr, das ihr Knie operiert werden müsse, die Dame verstand aber nichts weil sie ihre Hörgeräte nicht an hatte und zudem etwas unter schock stand, auf die bitte, das ihre Tochter angerufen werden soll wurde gar nicht drauf ein gegangen, sie tat mir leid, die Ärztin ging weg und kam einfach nicht wieder. Irgendwann rief die Dame, ob jemand da sei, mein Vater bemühte sich dann, das jemand die Tochter der Dame anrief, die mittlerweile ganz durch den Wind war und weinte. Unmöglich! Ich weiß das es uns in Deutschland an Pflegepersonal mangelt, da wären wir wieder beim Thema der Menschlichkeit, des Einfühlungsvermögens. Ein paar liebe Worte seitens der Ärztin an die Dame und ein kurzer Anruf bei der Tochter hätten womöglich gereicht um die Dame zu beruhigen, da fehlt mir einfach das Verständnis, für so viel Gleichgültigkeit.

Eine Stunde verging, zwei Stunden vergingen, endlich kam mal ein Arzt um sich meinen Arm anzusehen. Ein Assistenzarzt, ich erzählte den stand der Dinge und bat um eine schnellst mögliche Lösung denn ich war mittlerweile müde, genervt, hungrig und durstig und der kleine Mann machte rambazamba in meinem Bauch, ihm passte das alles wohl gar nicht!
Der Assistenzarzt ging und kam eine halbe Stunde später mit einem der Oberärzte der Chirurgie zurück. Sagen wir mal, Doktor Arschloch in Person, eben einer dieser Ärzte, die meinen sie wären Gott persönlich und du ein dummer Gegenstand. Weder vorgestellt, noch den Arztbrief hat er sich durchgelesen. Ich erzählte also zum x-ten mal, wie oft wo und wann vorbehandelt wurde, er zog sich Handschuhe an und drückte genervt auf meiner offenen Wunde herum, aus der Eiter, Wundsekret und Blut in Massen herausfloss. "da kommt ein Druckverband drauf, sie können wieder gehen". So, so Doktor Arschloch, der Druckverband ist also die Lösung des Problems, wären wir da mal vorher drauf gekommen.
Meine Mutter die mittlerweile auch in der Notaufnahme eingetroffen ist um mir ebenfalls beizustehen war sprachlos, mein Vater bekam einen hochroten Kopf und ist geplatzt, und wie er geplatzt ist! Doktor Arschloch verzog sich ganz schnell und schickte uns einen der anderen Oberärzte und eine Anästhesistin, die Op wurde für den kommenden Tag geplant, per Vollnarkose. Ich war einfach nur fertig mit der Welt, meine größte Angst war das mit dem Zwerg etwas passiert! Die Anästhesistin erklärte mir mehrmals, das es eine kurze Op sei und eine leichte Narkose die z.b bei einem Kaiserschnitt angewandt wird, sie war sehr nett und ging auf all meine Fragen ein, nach und vor der Op werden CTG's, im Kreissaal gemacht um sicher zugehen das es dem Zwerg gut geht. Ich war also aufgeklärt und fuhr nachhause, dort musste ich mich von de, Tag erst einmal erholen.

Ich kam am nächsten Tag wieder ins AKH, es war natürlich wieder alles total unorganisiert, aber als ich dann zum CTG im Kreissaal war und den Herztönen meines kleinen Wurms lauschen konnte, konnte ich noch etwas entspannen bevor es in den Op ging. Die Geburtenstation in dem Krankenhaus ist einfach klasse, über den Rest reden wir nun mal lieber nicht.

Ich wachte auf, fragte sofort nach meinem Kind, die Schwester die mich in den Aufwachraum fuhr sagte, der Zwerg habe die ganze Op über gestrampelt wie ein großer. Anschließend kam ich wieder in den Kreissaal um ein erneutes CTG zu schreiben, dem kleinen ging es offensichtlich mehr als gut, er strampelte was das zeug hält. Meine Eltern und Lena eine gute Freundin der Familie waren bei mir, bis ich richtig wach wurde und wieder einigermaßen bei Kräften war.
Ob ich nun im Krankenhaus bleiben sollte oder wieder gehen durfte war auch noch nicht so ganz klar, ob es rechtens ist, eine hoch schwangere Frau nach einer Op nach Haus zu schicken, bezweifle ich etwas, aber niemand hielt mich auf bzw. kümmerte sich darum das ich da blieb, also gingen wir noch einmal in die Notaufnahme um dort mit dem Arzt zu sprechen der mich operierte und um den Arztbrief abzuholen.
Was uns in diesem Krankenhaus wohl nicht mehr wundern dürfte, der Chirurg hatte natürlich schon Feierabend. Der Brief wurde uns Wortlos von einem Assistenzarzt in die Handgedrückt und somit war das Thema Marie Sophie erledigt....

Auf dem Balkon der Cafeteria zündeten sich meine Begleiter eine Verdauungszigarette an, ich aß ein Brötchen, denn mittlerweile war es 18 Uhr und ich war seit dem letzten Abend nüchtern.
Ich öffnete den Arztbrief in dem natürlich nur Fachsprache verwendet wurde - wer denkt sich sowas  aus? Zumindest eine Übersetzung für die die es nicht verstehen sollte man mit beilegen. Aber da haben wir es ja wieder, ein Patient braucht ja nicht zu wissen, was da in ihm vorgeht, was operiert wurde etc. schlichtweg unwichtig! Und wenn du Informationen haben möchtest, dann setze dich doch bitte selbst an den Pc und sammle dir deine Infos zusammen. - Ihr merkt, das Thema Ärzte "die weißen Kittel" ist bei mir ein ganz wunder Punkt!

Warum eigentlich Weiß?? Ein bisschen Farbe würde dem ganzen etwas Freundlichkeit verleihen.. Rosa Punkte zum Beispiel......


Meine Hebammen auf der Geburtsstation trugen jedenfalls Lila, freundlich!
Und somit sind wir eine Woche nach der Op zur Einleitung im Krankenhaus. Kaum zu glauben, in ein paar Stunden, habe ich meinen noch Namenlosen Sohn in den Armen! Mein Herz macht Luftsprünge!
Zwei Tage wurde ich mit Einleitungstabletten versorgt, hatte Wehen, die mal mehr und mal etwas weniger brachten, mal mehr und mal etwas weniger schmerzten, ich vom Erdgeschoss bis rauf in den sechsten Stock lief und das einzige was das Treppenlaufen gebracht hat war, das ich mit joch rotem Kopf, nach Luft schnappend im dritten Stock "feststecke" und weder vor noch zurück komme, oder eher rauf noch runter! Na wenn ich danach nicht 20 kg weniger wiege, dann weiß ich auch nicht.

Nachts habe ich dann so dolle Wehen bekommen das ich Mama anrief, es geht los, sie kann kommen. Da klingle ich die ganze Familie Nachts wach, alle drehen durch, es geht los, kaum ist Mama da sind die Wehen auch schon wieder weg. Der kleine Mann spielt wohl etwas mit uns!
Im laufe des Tages trudelte auch Papa im Krankenhaus ein, vor Nervosität hat er es zuhause wohl nicht mehr ausgehalten!

Gegen späten Nachmittag platzte mir die Fruchtblase und dann ging auch alles ganz schnell bis ich in den Kreissaal kam. Ich erspare mir nun lange und ausführlich Berichte über die Schmerzen und Mordgedanken gegenüber der Hebamme, denn im Nachhinein betrachtet war es eine wunderschöne Geburt! Mama war die ganze Zeit bei mir und Papa stand draußen vor der Tür und um kurz vor Mitternacht erblickte der kleine Mensch das Licht der Welt, machte mich zur stolzen und überglücklichen Mama und meine Eltern zu Oma und Opa. Nun hatte er einen Namen, Tränen flossen und alles war in diesem Augenblick perfekt...

2 Kommentare:

  1. Dear Marie Sophie,
    myne deutshe spraches sein nicht so gut. es ist weit her das ich deustch lernen. ick moechte in english schreiben, weil ich es ein bischen better kann. ich habe deinen blog sinnig verstanden. nicht jede wort.
    I am 35 years old and I have two daughters. And I have cancer, too. my way was more or less the same like yours. chemo-therapy, twice - without success. now my hospital told me, there will be again a surgery to save my life. this is the same, they told me the first time. I am sorry to say, I do not trust anymore. this is way I was in front of my computer - evey night - since weeks - to search for alternatives.
    I found you pages, and it is the first time, I feel hope. hipe to survive, to see my daughters growing, to have more years ti go. Since more than 4 years, I am struggeling with all that medicines, surgeries, chemo and so on. you know what I mean and how I feel. sure, my cancer is one of the slow ones - yours is even faster, but at the end, what is better. your pages make me feel: back to normal. back to live. I felt your power and now I am proud to say: you make me strong to fight!
    I will check the possibilities for same therapy (B17j in my country. I looked through the world wide web and found a page to by apricots - but I assume it is forbidden. Nevertheless, I will do everything to take this chance - and I would like to thank you for these pages, nice wording, your power and your trust in God.
    God bless you
    all the best - yours Katherine

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  2. Dear Katherine,
    I'm really happy, other countries reading my pages. If you say, my wording makes you happy and give you some more power and hope, this is like a confirmation for me, i am doing the right thing.
    If you feel encouraged to start fighting against cancer, then I reached the goal.
    hope to hear from you soon, all the best and good luck. marie

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