Mittwoch, 8. Januar 2014

Ein Lebenszeichen...

Ich melde mich dann auch mal wieder...

In den letzten Tagen ist so einiges passiert, was soll ich sagen, dass Jahr fängt für mich bombastisch an... Anders kann ich's gar nicht sagen...

Durch den Spendenaufruf ist mittlerweile so viel Geld eingegangen das ich mit Leichtigkeit die ersten vier Wochen der Therapie, ohne mir Gedanken über das "hätte- wenn- und aber" machen zu müssen, antreten kann! Wir haben heute den sechsten Therapie Tag, aber da geh ich etwas später drauf ein, ich werde nun erst ein wenig über die letzten Tage berichten.

So eine Reise benötigt viele Vorbereitungen... Mir blieben also grade mal fünf Tage um alles zu organisieren.. Unser Umzug lag auch noch dazwischen, da dies alles so schnell ging und ich frühzeitig aus dem Mietvertrag heraus kam, kam ich gar nicht dazu meine Versicherungen umzuschreiben, Strom zu kündigen und Telefonanbieter, welcher mir bis dato immer Probleme machte zu erklären das ich die letzten vier Monate bis Vertragsende weiterhin zahle, aber den Anschluss nicht mehr benötige.. Ds musste also schnell nach dem Umzug passieren...
Außerdem, lag noch eine Menge Papierkram an, die Hälfte dessen habe ich im riesen Karton mit nach Süddeutschland genommen, das Auto musste noch in die Werkstatt, ein neuer Kompressionsstrumpf musste ausgemessen werden, da der den ich jetzt habe, nicht der richtige ist.. Neue Brille abholen und und und.. Ich könnt noch ewig so weiter machen.. Ihr seht, es ist eine Menge!

Was nimmt man alles mit, wenn man mit einem Kind für ca. 8 Wochen verreist? - Richtig, alles!!!
Ein vollgepackter BMW und ein vollgepackter VW-Bus, man könnte meinen ich wollte für ewig hier bleiben!

Kurz vor meiner Reise habe ich überraschenden Besuch von Miriam, aus dem Hühnerstall(Babygruppe) mit ihrem Sohn bekommen.. So viele Überraschungen auf einmal.. wieder mal war ich sprachlos, dass sie sich auf den weiten Weg gemacht hat. - in diesem Sinne nochmals danke für den wunderschönen Tag mit euch beiden!


Sonntag 12.1.14
Die 11 Stunden Autofahrt hat der Zwerg ganz gut gemeistert, mit vielen Pausen sind wir dann erschöpft im Schwabenland angekommen..

Montag 13.1.14
Therapie beginn..
Mit welch Erwartungen geht man an eine Krebstherapie? Mit welch Gefühlen... ?
Angst, Zuversicht, Hoffnung... Das kann ich gar nicht so recht sagen, ich hab es einfach auf mich zukommen lassen. Um 11h hatte ich den Termin, war pünktlich und wurde direkt wieder weggeschickt, denn Herr K hat sich etwas in den Terminen geirrt.. Ich sollte eine Stunde später wieder kommen, dass hat mir ganz gut gepasst, so konnte ich Papa noch mit zum Bahnhof bringen.

Ich wurde von ihm und seiner Frau herzlich aufgenommen und fühlte mich direkt wohl. - Ich habe auch nichts anderes erwartet!
Ich ging davon aus, das wir erst einmal Vorgespräche führen.. Über den Ablauf etc. doch wir fingen sofort an. Mir war's Recht.. Nicht viel um den heißen Brei reden sondern Taten sprechen lassen.
Mein Port wurde angestochen, die Infusion mit dem "Wundermittel" angeschlossen und los ging's.

Ich werde über einige Dinge berichten, über andere wiederum nicht! Mir ist durchaus bewusst, das alternative "Heilkünste" in unserer Gesellschaft nicht gerade anerkannt sind. Von vielen Menschen verpönt wird.. Ich gehe da nun nicht weiter drauf ein, doch eines liegt mir noch am Herzen, wer auch immer meine Zeilen lesen mag!
Ich habe meinen Weg gefunden! Nichts und niemand kann mich von diesen abbringen, denn offensichtlich leitet mich irgendwer, ich soll genau hier und jetzt an diesem Ort sein! Und wie kann etwas falsch sein, was sich so richtig anfühlt? Böse Worte, andere Meinungen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Mir zu erzählen das ich die falschen Entscheidungen bezüglich meiner Krankheit treffe und mich mit dieser offensichtlich nicht auskenne.. Wer diese Meinung vertritt, was durchaus auch Menschlich ist und ich dies niemanden zum Vorwurf mache, der soll seine Worte doch bitte für sich  behalten! Verbrauchte Energie... 


Heute 20.1.14
Sechs Tage habe ich nun mein "Wundermittel" erhalten.. Ganz ohne Nebenwirkungen, wie schön wenn man das zu schätzen weiß, wenn ich an die Chemotherapie zurück denke, welche mich eigentlich heilen sollte, die aber meinem Körper so sehr geschadet hat..
Ich mag das Wort Therapie ungern benutzen, denn ich sehe das was ich hier tue nicht als solche an! Nennen wir es, "den Weg zurück ins Leben". In meinen Augen ist die Intravenöse Geschichte eher Nebensächlich, es geht um so viel mehr! Gedanken, Programmierungen des Geistes, Lügen, Glauben, Selbstheilung und und und.. einfach um das Leben!!!
Wir Leben in einer ständigen Ohnmacht... Schwachsinn, denkt nun vielleicht der ein oder andere, aber lasst diese ein paar Minuten auf euch wirken:
Ihr fahrt mit dem Auto, unterhaltet euch mit eurer Freunden und bemerkt plötzlich das ihr die letzten 10 Minuten des Straßenverkehrs gar nicht mitbekommen habt.. Doch offensichtlich habt ihr alles richtig gemacht, denn es hat ja niemand gehupt.. 

Autopilot! Wir lassen uns von unserem Unterbewusstsein lenken! Ständig!! Bewusst leben, ist schwer und kaum ein Mensch ist dazu in der Lage! Verhaltensmuster zu ändern die man über Jahre für richtig hielt sind nun völlig falsch... Wow, nun gilt es diese zu analysieren... Wir ich schon sagte, ich gehe nicht ins Detail, sonst müsste ich Geld für den blog verlangen... ;)

Da man in Süddeutschland an so gut wie jeder Ecke mit dem Thema Gott konfrontiert wird.. wie soll ich's erklären. Ich kann gar nicht sagen, wann ich das letzte mal in der Kirche war, es ist einfach zu lange her! Jedenfalls habe ich immer ein mulmiges Gefühl wenn ich an einer Statue, Madonna etc. vorbei gehe. Warum? Fühl ich mich schuldig weil ich diesem Thema lange versucht habe aus dem Weg zu gehen? - Genau, diese Frage kann nur ich mir selbst beantworten..

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein Buch gekauft. "der Healing Code, von Alex Loyd und Ben Johnson" Der Cover-text gibt in meinen Augen nicht mal ansatzweise wieder, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Hier wird verdeutlicht, wie wichtig eine innere Ruhe, innere Zufriedenheit ist. Hier geht es nicht ausschließlich um Krebs, sondern vielmehr um die Seele und die Alltäglichen Probleme, welche wir uns evtl auch selbst schaffen. Ich geh da nun nicht weiter drauf ein..Ich kann es nur empfehlen, mir vermittelt es viele wichtige Lebenseinstellungen!

Das Thema Gott lässt mich seit Tagen nicht los.. Ich habe nun einige Bücher gelesen und bin zu demEntschluss  gekommen, mich einfach darauf einzulassen, ich kann ja nichts verlieren. Vielleicht brauche ich diese Hand? Die mich leitet..

Ich war heute also das erste mal seit Jahren in der Kirche... Ich zündete eine Kerze an.. Für wen? Für mich? Für den Zwerg? Meine Familie? Meine Gesundheit? Ich denke, eine Kerze ist ausreichend!

Ich verlasse die Kirche und weine... Als hätte jemand seine wohligen Hände auf meine Schulter gelegt und mir gesagt "wir stehen das zusammen durch, ich bin bei dir" ....

Ich denke, es ist alles gesagt! Was ich in den letzten Tagen gelernt habe, ist, zu vertrauen, liebe zuzulassen und keine angst vor dem Leben zu haben..!

2 Kommentare:

  1. Einfach sehr beeindruckend

    Wahnsinn!
    Wünsche dir noch viele Tage mit Kraft und dieser warmen Hand auf der Schulter

    AntwortenLöschen
  2. großartig!
    das wird DEIN jahr :*

    AntwortenLöschen